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THEMA: Herbst im Nordwesten der USA

Herbst im Nordwesten der USA 18 Nov 2018 17:16 #1

  • Beate
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Hallo,
nach so vielen Reisen in den Südwesten der USA und in den Hohen Norden (NWT, Alaska, Yukon) wollten wir nach vielen Jahren mal wieder in den Nordwesten. Wir waren zwar schon dort, 1994 mit dem PKW, und 2011 im Zuge einer Womo-Überführung von Vancouver nach Halifax. Aber auf beiden Touren hatten wir nicht so viel Zeit, um alles auch zu geniessen. Und vor allem ist das schon so lange her, dass die Erinnerung daran verblasst. Also wurde es höchste Zeit, diese Erinnerungen aufzufrischen.
Der Entschluss für diese Tour erfolgte relativ spät, erst im Sommer d.J. Demzufolge mussten wir uns auch mit der Planung und der Buchung etwas beeilen. Das hatte dann zur Folge, dass wir viel zu wenige Meilen gebucht haben und letztendlich 2000 Meilen nachzahlen mussten. Aber naja, der Verlust hält sich in Grenzen.
Gebucht haben wir das kleinste Womo von Apollo, den 22-25 Ft. Adventurer. Wie fast immer lief die Buchung über Trans-Amerika-Reisen.
Wie die Übernahme und die Reise verlief könnt Ihr in den nächsten Tagen hier nachlesen. Viel Spass.
 
Beate

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Herbst im Nordwesten der USA 19 Nov 2018 17:18 #2

  • Beate
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Am 23.9. gings dann endlich los, mit Delta ab München über Detroit nach Seattle.

Wir hatten durch Zufall ein paar Tage vorher festgestellt, dass Delta unsere gebuchten Sitze abgeändert hat und uns anstatt Fenster/Gang jeweils nur Gangplätze zugewiesen hat. Das lies sich weder online noch per Telefon rückgängig machen, da angeblich alle Plätze vergeben waren. Auch beim online-Check-in war nichts möglich. Also blieb uns nichts anderes möglich, als sehr rechtzeitig am Flughafen zu sein um beim Einchecken unser Glück zu versuchen.

Die Dame am Schalter war dann auch ratlos, weshalb wir umgesetzt worden sind und gab uns ohne weiteres unsere vorher gebuchten Plätze zurück.

Das boarding erfolgte rechtzeitig, aber dann sassen wir im Flieger und der wollte einfach nicht losfahren. Bis dann die Stimme des Kapitäns kam, man würde noch auf einige Passagiere aus einem verspäteten Flug warten. Nach einer 1/4 Stunde gings aber dann trotzdem ohne diese Passagiere los. Ein Glück für uns, denn so hatten wir eine 3-er Reihe für uns zu zweit. Und das war sehr gut, denn die Maschine war wiedermal fürchterlich eng eingestuhlt.

Über dem Atlantik hatten wir dann starken Gegenwind, sodass wir insgesamt 1/2 Stunde verspätet landeten. Zum Glück hatten wir 3 Stunden Umsteigezeit eingeplant, denn sogar diese Zeit wurde letztendlich knapp:

Landung 1/2 Stunde verspätet wegen Gegenwind
10 Minuten Fahrt über den Airport bis zum Gate
5 weitere Minuten warten bis das Gate frei war
10 Minuten bis wir aus dem Flieger kamen
15 Minuten Immigration (das war also das kleinste Problem)
10 Minuten laufen und dann der Schock: nocheinmal Security
1/2 Stunde an der Security angestanden
1/2 Stunde laufen bis zum Gate für den Anschlussflug

Diese zweite Security war dann lustig: wie üblich piepste es bei mir wieder. Also folgte, wie ebenfalls üblich, das Abtasten. Nur hatte diese Dame anscheinend damit ein Problem, denn sie erklärte mir erst mal sehr ausführlich, dass sie mich jetzt berühren müsse und auch wo sie mich berühren wird. Ob ich etwas dagegen hätte! Ich musste mich wirklich beherrschen, nicht lauthals loszulachen. Die Amis sind doch wirklich prüde!

OK, alles überstanden, aber jetzt war mein Handgepäck weg. Nach einiger Suche sah ich es auf einem separaten Tisch liegen, an 3. oder 4. Stelle bereitgelegt zur Sonder-Untersuchung. Also wieder warten. Ich überlegte schon, was denn die Aufmerksamkeit der Officer ausgelöst haben könnte.

Und dann war ich an der Reihe. Ich muss vorherschicken: ich habe auf allen Campingtouren immer eine Teekanne aus Plastik dabei, denn die Kannen im Camper riechen nach Kaffee. Diesesmal hatte die Kanne keinen Platz mehr im Koffer, also steckte ich sie ins Handgepäck. Und um Platz zu sparen, stopfte ich sie mit meiner Unterwäsche aus.

Naja, vielleicht könnt Ihr Euch das Gesicht des Officers vorstellen, als er in die Kanne fasste und ein schwarzes Damenhöschen in der Hand hatte!!!!!!! 

Damit war die Durchsuchung recht schnell beendet.

Der weitere Flug verlief dann ganz ohne weitere Zwischenfälle. Beim Anflug auf Seattle konnten wir sehr schön den Mt. Rainier aus dem Wolken herausspitzen sehen:





Wir hatten uns für diese eine Nacht ein Airport-Hotel mit kostenlosem Shuttle ausgesucht. Das klappte alles sehr gut und wir hatten ein sehr grosses und ruhiges Zimmer.




Nachdem es dann doch schon recht spät war und wir wirklich müde waren, gingen wir nur noch über die Strasse zur Tankstelle und holten uns ein Sandwhich und ein Bier, das wir dann im Zimmer verspeist haben.

LG

Beate

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Herbst im Nordwesten der USA 20 Nov 2018 11:33 #3

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Schön, eine neuer Reisebericht.

Nach der doch etwas hektischen Anreise bin ich gespannt und freue mich natürlich auf eure Erlebnisse und Bilder


you may all go to hell, and I will go to Texas (Davy Crockett)
You can take this Girl out of Texas, but you can't take Texas out of this Girl

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Herbst im Nordwesten der USA 21 Nov 2018 12:44 #4

  • Beate
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2. Tag: Womo-Übernahme und Fahrt zum Mt. Rainier Nationalpark:

Wir hatten schon von Deutschland aus beim Womo-Vermieter angerufen und bekamen zu unserer Freude einen Übernahmetermin um 10.00 h. Und nachdem ich immer Angst habe, irgendwo in einem Verkehrsstau stecken zu bleiben, bestellten wir das Taxi um 9.00 h ans Hotel.

Nach einem kleinen Frühstück im Zimmer gings dann auch pünklich los. Und trotz Montag früh war erstaunlich wenig auf den Strassen los, so dass wir 1/4 Stunde zu früh bei Apollo ankamen. Was uns allerdings gleich eine Rüge einbrachte und wir uns schnellstens entschuldigten und sagten, dass wir natürlich gerne warten.

Vermietstation:




Punkt 10 h ging dann die Übernahme los.
Als erstes musste natürlich der ganze Papierkram erledigt werden. Das artete in ein Verkaufsgespräch aus: Wollen sie nicht Dies und Das noch dazu buchen? Wir mussten alles sehr deutlich ablehnen, bevor es akzeptiert wurde.

Dann kam die Besichtigung und Erklärung des Womos. Da hatten wir den Eindruck, wir wüssten besser Bescheid als der Angestellte. Und das alles in einem fürchterlich schnellem Englisch.

Der erste Schock kam schon beim Anschauen: Das Womo hatte einen Slide-Out im Schlafzimmer! Wir haben das so nicht gebucht, wir wollen keinen Slide-Out und schon gar nicht im Schlafzimmer. Auf meine Frage bekam ich die Antwort, alle kleinen Womos hätten diesen Slide-Out Wir hatten ein 22-25 feet Pioneer gebucht). Bei der Rückgabe haben wir festgestellt, dass das nicht stimmt, es standen einige Minnie-Winnie ohne Slide-Out am Platz.


Wir regeln die Übernahme immer so, dass mein Mann die Technik durchspricht und ich unterdessen das Innenleben des Womos besichtige. Ich ging als erstes ins Schlafzimmer: OMG, da waren die Türen des Kleiderschrankes mit einem Gummiband zusammengebunden, damit sie nicht aufgehen. Auf meine Frage, ob man das denn nicht reparieren könne wurde mir gesagt, dass da wohl der Vormieter während der Fahrt die Türen nicht richtig verschlossen hätte und erst nach meiner Aufforderung wurde sehr unwillig ein Handwerker gerufen, der sich in aller Ruhe daran machte, die Türen auszubauen.

Während dessen war mein Mann mit den Erklärungen bis zum Dumpen vorgedrungen. Als der Angestellte die Hebel für Gray- und Blackwater-Tank vorführen wollte, liessen diese sich kaum bewegen. Deshalb öffnete der Angestellte die Verschlusskappe und heraus kam ein Schwall Graywater. Neugierig geworden prüfte mein Mann genauer nach und es stellte sich heraus, dass sich beide Ventile (für gray- und black-water) nicht schliessen liesen. DAS hätte eine Sauerei gegeben, wenn wir mit diesem Womo losgefahren wären.

OK, es musste ein anderes Womo gefunden werden, was natürlich ca. 1 Stunde Wartezeit bedeutete, da dieses nicht geputzt war. Dann begann die ganze Szene von vorne, neuer Papierkram, mein Mann aussen, ich innen. Ich prüfte also Gas, alles OK. Wasser: Oh je, da lief kein Wasser, obwohl der Tank "voll" anzeigte. Diagnose: Wasserpumpe defekt, nicht zu reparieren. Also nocheinmal ein anderes Womo.

Nun gab es aber Probleme, denn angeblich war kein kleines Womo mehr verfügbar. Grosse Debatten unter den Angestellten, dann wurde ein Ersatz für uns gefunden und alles begann nocheinmal von vorne, denn auch dieses Womo war nicht gereinigt. Also wieder ca. 1 Stunde Wartezeit.

Bekommen haben wir dann anstelle des gebuchten Pioneer ein Outlook, genau dieses hier (25J):

winnebagoind.com/products/class-c/2019/outlook/floorplans

www.2universal.com/product/new-2019-winnebago-outlook-25j-878155-16



Von den Angestellten dort konnte uns keiner beantworten, wie lang dieses Womo ist. Den hier eingestellten Link habe ich erst daheim gefunden. Uns war dieses Womo viel zu gross, aber was solls, wir waren froh, endlich um 13.00 h abfahren zu können.


Wir fuhren auf dem schnellsten Weg raus aus dem Grossraum Tacoma/Seattle, gleich östlich auf die 410. Den ersten Grosseinkauf tätigten wir dann beim Safeway in Bonney Lake. Dort war auch gleich nebenan ein Dollar Tree, bei dem wir gleich einen Besen, der im Womo fehlte, und eine Fussmatte für den Womo-Eingang für je 1 Dollar kauften.

Dann gings weiter auf der 410 in den Nationalpark. Eine wunderschöne Strecke mit immer wieder schönen Blicken auf den Mt. Rainier. Eigentlich wollten wir am White River CG nahe Sunrise übernachten. Lt. NP-Website sollte dieser CG bis Ende September offen sein. Nur leider war das falsch, dieser CG war schon geschlossen. Zum Glück hatten wir bei der Anfahrt, ca. 2 Meilen vor der Grenze des NP, einen kleinen privaten CG gesehen, zu dem wir jetzt schnell zurückfahren konnten. Auf diesem Silver Springs CG waren nur sehr wenige Gäste und wir konnten am späten Nachmittag noch einen Platz direkt am Fluss belegen und in Ruhe auspacken und einräumen.






Beate
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Herbst im Nordwesten der USA 23 Nov 2018 14:01 #5

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3. Tag, 25.9.: Mt. Rainier

Gestern abend erzählte uns die Camphostin (ist das die richtige Form?) noch, dass hier am CG in dem kleinen Bächlein die ersten laichenden Lachse angekommen sind. Das schauten wir uns jetzt morgens natürlich an. Leider sind die Fotos nicht so gut geworden.


 

Um 9.00 h fuhren wir los, hoch zum Sunrise Visitorcenter. Hier laufen wir ca. 1 Stunde und geniessen die tolle Laubfärbung:














Dann gehts weiter zum Paradise Visitorcenter. Auch hier machten wir eine kurze Wanderung zu einem Wasserfall. Die Deer dort sind anscheinend an die Touristen gewohnt, denn sie sind überhaupt nicht scheu:











Wir wollten eigentlich heute am Cougar CG  im Nationalpark übernachten. Aber der war mir dann doch zu dunkel. Alle Stellplätze tief unter Bäumen, sodass man gar nicht sieht, wie das Wetter ist. Das gefiel uns gar nicht. Also fuhren wir weiter und fragten dann an der Ranger Station am Nisqually Entrance, welche CG es in der Umgebung gäbe. Der Ranger dort erzählte uns, es gäbe einen CG an der NF 52, nur ein paar Meilen entfernt. Und ausserdem gäbe es an dieser NF 52 sehr viele schöne boondocking-Plätze.

Das freute uns natürlich und wir fuhren los. Leider war der erwähnte Campingplatz geschlossen. Und die weitere Suche nach boondocking-Plätzen stellte sich als langwierig heraus. Nirgends war Platz für ein Womo, nur für Zelte. Relativ spät fanden wir dann noch in einer Seitenstrasse einen Stellplatz:





LG
Beate

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Herbst im Nordwesten der USA 23 Nov 2018 18:07 #6

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4.Tag, 26.9.: Mt. St. Helens

Heute steht die Fahrt zum Mt. St. Helens auf dem Programm. Auf diese Fahrt freue ich mich schon lange, denn ich bin neugierig, wie sich die Vegetation entwickelt hat, seit dem wir 1994 hier waren.
Erst müssen wir wieder nach Westen fahren, bis fast zur I 5. Wir nehmen natürlich nicht die direkte Route über den Hwy. 12, sondern den kleinen Umweg über die 508. An jedem Aussichtspunkt wird gestoppt. Dann gehts über die 504 (Spirit Lake Hwy) wieder nach Westen, zum Mt. St. Helens. Am Coldwater Lake machen wir eine kleine Wanderung, auf der wir auch eine Schlange sehen. Allerdings war die sehr schnell verschwunden:




Fast überall haben wir gute Ausblicke auf den Mt. St. Helens:




Wir fahren noch bis zum Johnston Ridge Observatory. Auf dem Weg hoch kann man immer noch sehr gut sehen, welche verhehrenden Zerstörungen der Vulkanausbruch im Jahre 1980 angerichtet hat. Damals kam eine Schlammlawine den Berg runter, die bis zu 180 Meter dick war. Als wir 1994 dort waren, war alles noch trostlos verwüstet. Inzwischen sieht man auch hier, wie sich die Natur erholt:







Nachdem wir die angebotenen 2 Filme im Visitor-Center angeschaut haben (jeder war interessant) besuchten wir auch noch den Ranger-Talk, bei dem der Ausbruch erklärt wurde. Wir kannten zwar die Hintergründe schon, aber trotzdem finden wir sowas immer wieder interessant.Auf dem Weg hierher sind wir auf etwa halber Strecke bei der Hoffstadt Bridge vorbeigekommen. Das soll die höchste und längste Brücke in Washington sein (Länge 183 m, Höhe 113 m) .




Auf der Südseite der Brücke ist ein Parkplatz, der uns geeignet für eine Übernachtung erschien. (Wir hatten uns auf dem Weg den CG in Kid Valley angeschaut und waren ganz und gar nicht begeistert).
Also fragten wir im Visitorcenter am Johnston Ridge, ob man dort wohl übernachten dürfe. Die sehr diplomatische Antwort lautete: Ich darf Euch ja nicht sagen, dass Ihr dort übernachten dürft!
Die weitere Nachfrage ergab dann, dass wohl rechts und links aller Strassen ein sehr breiter Streifen Publik Land ist, und dort darf jeder stehen. Das daran anschliessende Private Land ist dann sehr deutlich angezeigtl.
Also fuhren wir zu diesem Parkplatz und stellten dort fest, dass man auch noch ein Stück den Berg hochfahren konnte. Dort, vor dem Gatter zum Privatland, war ein schöner Platz zum Übernachten, mit einer tollen Aussicht zum Sonnenuntergang.




Dort sassen wir dann noch bis zum Sonnenuntergang.
 
Beate

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Herbst im Nordwesten der USA 25 Nov 2018 20:31 #7

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05. Tag, 27.9.: nocheinmal Mt. St. Helens? Fällt leider aus

Inzwischen hat es sich gut eingespielt, dass wir jeden Tag um 6.30 h aufwachen. So kommen wir immer relativ frühzeitig los, denn die kurzen Tage merkt man schon recht gut.

Wir wollen heute auf der Westseite des Mt. St. Helens zur Windy Ridge hochfahren. Also müssen wir die gesamte 504 zurück bis fast zur I 5, dann wieder nach Osten am Hwy. 12, den wir gestern hergekommen sind, allerdings dann weiter bis Randle. Dort zweigt die NF 25 nach Süden ab, die auf der Ostseite des Mt. St. Helens entlang geht. An der Abzweigung ist ein Schild: NF 25 open, Windy Ridge closed!

Na sauber, also werden wir dort nicht hochkommen, schade. Fahren wir halt auf der NF 25, denn wir wollen ja nach Süden zum Columbia River Gorge. Die Strasse ist sehr schön, allerdings auch sehr eng:




Nach 10 Meilen der Schock: auch die NF 25 ist ab hier gesperrt! Jetzt sind wir ratlos, was ist denn hier los? Wir studieren noch die Karten als 2 Motorrad-Fahrer die gesperrte Strasse entgegenkommen. Diese erzählen, nach ein paar Meilen ist eine Baustelle, kein Durchkommen, selbst nicht für Motorräder. Jetzt ist guter Rat teuer. Wir sehen zwar auf Google ein paar Strassen, aber die scheinen alle ungeteert zu sein. Mit dem PKW wären wir das gefahren, aber mit dem Womo war es uns dann doch zu riskant, wenn die Strasse zu eng wird oder die Äste zu tief hängen.

Die Alternative wäre jetzt, fast die ganze heutige Strecke wieder zurück zu fahren (ca.100 Meilen) und dann über die I 5 südlich zum Columbia River. Aber so viele Meilen umsonst verfahren? Und ich habe absolut keine Lust die wilde Jagd auf der I 5 mitzumachen. Also entscheiden wir: der Columbia River fliegt erst mal raus und wir fahren jetzt direkt nach Osten weiter.

Also gehts wieder zurück zum Hwy. 12. Und dann beginnt eine wunderschöne Strecke: den White Pass hoch, durch Schluchten und enge Täler, Wasserfälle.




Leider gibts auf der ganzen Strecke keinen Campingplatz und auch keine Möglichkeit zum boondocken. Wir fahren eine lange Umleitung am Clear Lake vorbei, der fast ausgetrocknet ist:





Kurz nachdem die Umleitung wieder auf den Hwy. 12 geht kommt dann endlich ein Campingpatz, der Hause Creek CG. Nachdem es inzwischen schon 17.00 h bleiben wir hier, eine recht gute Entscheidung:






Wir können noch bis 20.00 h draussen sitzen. 

Heute tagsüber war es bis 28.0 warm, aber als abends die Sonne verschwindet wirds doch relativ schnell kalt.

 

LG

Beate

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Herbst im Nordwesten der USA 26 Nov 2018 17:04 #8

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6. Tag, 28.9.: jetzt gehts in die Prärie

Auch heute wird es wieder ein wunderschöner, wolkenloser Tag.

Wir fahren weiter am Hwy. 12 nach Osten. Es geht durch die Schlucht nach unten, immer am Tieton River entlang. Eine wirklich schöne Landschaft:








Gegen Mittag kommen wir bei Yakima aus den Bergen raus und biegen ab auf den Hwy. 24. Jetzt fahren wir meilenweit durch Hopfen-Anbau und später durch Äpfel-Gärten.

Und dann wird die Landschaft sehr öde, leer und trocken. Kurz bevor wir den Columbia River überqueren sehen wir ein Schild, das nach rechts zu einer Atomverarbeitungs- (oder -entsorgungs?)-Anlage weisst. Damit ist klar, weshalb es hier keine Siedlungen und keine Landwirtschaft gibt.

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Herbst im Nordwesten der USA 26 Nov 2018 17:07 #9

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Irgendetwas funkioniert hier nicht, ich kann in meinem vorigen Beitrag nicht weiterschreiben. Deshalb gehts jetzt hier weiter:

Aber der LKW-Verkehr auf der gesamten Strecke ab Yakima ist fürchterlich und schnell. Wir müssen viel schneller fahren als wir eigentlich möchten, um nicht ein Verkehrshindernis zu sein.

Durch diese Raserei sind wir heute schon um 15.00 h am Campingplatz. Aber das ist umso besser, machen wir uns doch einen schönen gemütlichen Nachmittag am See auf diesem wirklich sehr schönen Campingplatz, dem Scootenay Park CG:







Wir fühlen uns, als ob wir in München im Englischen Garten campen würden, so gut gepflegt ist dieser Campingplatz. Wir können noch draussen grillen und bis ca. 20.00 h draussen sitzen, bevor es dann doch kalt wird.



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Herbst im Nordwesten der USA 26 Nov 2018 17:12 #10

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gelöscht, da doppelt
 

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