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THEMA: Die Alternative zum Needles Overlook

Die Alternative zum Needles Overlook 20 Okt 2017 15:57 #1

  • Hatchcanyon
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Needles Overlook ist gut bekannt, wird von Touristen gerne aufgesucht. Die Aussicht ist wirklich gross!

Vergleichbares, Besseres bekommt man an anderer Stelle im Umfeld von Moab geboten. Interessant daran - keiner geht hin! Na gut, nicht wirklich keiner, aber im Endeffekt nur Locals, die die Stelle mit dem beeindruckenden View schön für sich behalten. Man muss allerdings auch zugestehen, trivial ist die Anreise nicht!

Wer sich davon nicht abhalten lässt bekommt einen Rundblick von ca. 270° geboten: Porcupine Rim, Castle Valley, The Plug, Priest and Nuns, Castle Tower, Parriott Mesa, Richardson Amphitherater, Dome Platerau Rim, Mary Jane Canyon, Fisher Mesa, Top of the World, Powerpole Mesa. Und im Rücken die majestätischen LaSal Mountains

Die anfahrt ist einfach. Man fährt von Moab über die Sand Flats Road oder wahlweise ganz auf Teer durchs Castle Valley. Beide Strecke treffen sich am oberen Ende des Valleys. Man nimmt die weiterhin geteerte Strasse nach Osten, steigt dabei ca. 400 Höhenmeter auf die Andy Mesa hinauf. Dort oben beginnt die eigentliche Tour.

Wir haben sie in 2007 mit einem Chevrolet Trailblazer in Angriff genommen. Kein schlechtes Gefährt, aber nicht gut genug für die ganze Strecke. Das letzte Stück mussten wir laufen. Luftlinie ca. 1,5 Kilometer. Aufgrund des Datums handelt es sich bei den Bildern um eher schlechte Scans von Diapositiven.

Der Abzweig von der Teerstrasse nach links (Norden) liegt laut Topomaps bei ca. 12S 0652067 4273918. Überraschung: Es gibt in wenigen Metern Abstand zwei Wege! Der rechte, östlicher ist der Richtige. Er zieht sich imHang des Professor Creek Canyons (auch Mary Jane Canyon genannt) hin. Die Strecke ist an manchen Stellen steil, überall ausgewaschen und steinig. Gelegentlich hat man den Eindruck, der niedrige Wald wächst die Route zu. Es ist also eng!

Nach einiger Zeit gelangt man auf die Hochfläche von Adobe Mesa. Obwohl relativ eben bleibt der Weg anspruchsvoll. Bis zur Spitze im Norden wird man ca. 150 Höhenemter verlieren,weil der gesamte Mesablock durch die tektonischen verwerfungen der LaSals gekippt wurde.


Trail auf Adobe Mesa

Verfahren kann man sich kaum. Ausser einer kurzen Spur nach links (Westen) bei 12S 0648130 4276030 - sie führt zu einer Viehtränke - gibt es keine Abzweigung. Und dann treffen wir doch auf eine, die in den Karten nicht verzeichnet ist. Bei ca.12S 0645880 4276990 zeiht sie nach links, dorthin wo das äusserste nördliche Ende der Mesa liegt. Wir entscheiden uns für sie, müssen nach wenigen Hundert Metern erkenne, dass diese Strecke nichts für den Trailblazer ist.


Too hard to ride


Runter käme man mit Mühe, aber man muss auch wieder hinauf und das würde sehr viel Arbeit bedeuten. Mit einem Jeep Wrangler Unlimited wäre solch eine Stelle kein allzu grosses Problem. Aber den hatten wir damals noch nicht!

Wir kehren um, nehmen den nach rechts ziehenden Weg, kommen auch hier an einen Aussichtspunkt, dessen Rundumsicht allerdings hauptsächlich nach Nordosten geht.



Aussicht über Mary Jane Canyon, Teile des Richardson Amphitheaters bis hin zur Power Pole Mesa.

Eine gute Stelle fürs Lunch! Beim Dessert - Himbeeren! - beschleicht uns beide das Gefühl beobachtet zu werden. Irgendwie ungemütlich! Hier ist Bear Country und so verziehen wir uns mit dem Köstlichkeiten ins sichere Auto. Gesehen haben wir letztendlich nichts!

Zurück zur Wegegabelung und das Auto abstellen. Wir wollen zur Spitze der Mesa laufen. Sicherheitshalber werden die Koordinaten von Wanderziel und der standort des Fahrzeugs im GPS gespeichert.


Der Weg in Richtung Spitze

Hier hätte man fahren können, wären wir denn die üble Steigung heruntergekommen. Die Spur verläuft sozusagen im Sande, danah gehts nur noch mittels GPS querfeldein.

Find your own trail

Besonders direkt fällt die Route nicht aus - dichter Bewuchs den Weg oder ein kleines Cliff. Aber wir nähern uns dem Ziel unaufhaltsam. Selbst kurz davor gelingt es immer noch nicht, einen Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Zu dicht stehen die Pflanzen.

Plötzlich - der Ausblick!


Castle Valley, Castle Tower, Priest and Nuns, Parriott Mesa, Dome Plateau, Mary Jane Canyon

Mehr als die Hälfte des Rundumblicks fängt die Kamera ncht ein und leider ist es ziemlich dunstig. Egal, die Tour hat sich 100% gelohnt! What a view!


Weiter nach Osten und noch immer nicht alles!

Im Süden die LaSals

Auch die Flora bietet etwas:


Eine Art natürlicher Bonsai





Zurück am Auto, etwas ausruhen. Rückweg in Richtung Gateway Road. Es wird anstrengend genug werden und wir möchten nicht in die Dämmerung geraten.

Alles geht verhältnismässig gut. Wir kommen flott voran,. Was uns erwartet wissen wir ja. Dann steigt der Trail auf Andy Mesa hinauf steil an. Wieder die tiefen Rillen! Und diesmal arbeitet die Schwerkraft gegen uns. Das Fahrzeug rutscht hinein, hat das linke Vorderrad und das rechte Hinterrad entlastet. Nichts geht mehr, die Räder drehen hilflos durch! (Der Trailblazer hat kein zentrales Sperrdifferenzial) Das Fahrzeug kippelt langsam von rechts nach links. Aussteigen, Lage begutachten, Werkzeug auspacken!

Business as usual!


Werkzeug ausladen! Alles was gebraucht wird ist an Bord.


Ein Rad mit dem Hydraulikheber hochdrücken. Ansetzen in der Felge.

So muss man nicht unters Auto und Ausgraben ist eh nur etwas für Leute mit zu viel Kraft und Zeit. Das dauert nämlich!


Same procedure on the other side


Steine drunter, das wars dann auch schon!

Wir entscheiden uns, durchs Castle Valley zurückzufahren, was uns nochmal einen schöne Blick bringt. Auf der Spitze rechts waren wir gewesen.


Die rechte Spitze bietet den Rundumblick

Anmerkung: Wahrscheinlich ist der Name "Adobe" Mesa eine Verballhorung von Doby Mesa, benannt nach einem frühen Siedler Doby Brown. Er hielt auf der Mesa Vieh. (Nach Steve Allen)

Neben der Anfahrt gibt es vermutlich noch ein paar Gründe, warum Touristen dort nicht hinkommen:
- Sie können oft keine (topgraphischen) Karten lesen, aus denen man die ungewöhnliche Karte entnehmen könnte.
- Sie fahren nur dort hin, wo schon viele andere waren. (Vorsicht - sonst droht möglicherweise echte Natur!)
- Sie haben kein adäquates Fahrzeug und/oder beherrschen es nicht.
- Die Locals verraten soche Punkte nicht unbedingt an Fremde.

(Ok, ok, das war jetzt, sarkastisch, böse und überheblich!) :pfeiff:

Gruss
Rolf

PS: Mit der Formatierung des Postings bin ich etwas unglücklich!
Desert Drunk and Red Rock Crazy: hatchcanyon.eu

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